
Verantwortlich: VfL Pfullingen 1862 e.V.
Projektbeschreibung:
Der VfL Pfullingen 1862 e.V. organisiert seit über 50 Jahren eine jährliche Skibörse, die sich zu einer festen Institution und einem regionalen Treffpunkt für Wintersportbegeisterte entwickelt hat.
Ursprüngliches Ziel war es, Wintersport für alle zugänglich zu machen – insbesondere für Kinder und Einsteiger. Dieses Anliegen steht bis heute im Mittelpunkt: Auf der Skibörse wird gebrauchte Ski- und Snowboardausrüstung für alle Altersklassen und Leistungsniveaus zu fairen Preisen angeboten.
Im Laufe der Zeit hat sich die Skibörse zu einem wichtigen Beitrag für nachhaltiges Handeln im Sportverein entwickelt. Wintersportausrüstung besteht häufig aus komplexen Materialkombinationen, die nur schwer recycelbar sind. Daher setzt der Verein gezielt auf die Verlängerung der Nutzungsdauer vorhandener Produkte.
Gebrauchte Ausrüstung wird gesammelt, geprüft und weiterverkauft – und erhält so ein zweites Leben. Gleichzeitig wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass „gebraucht“ eine nachhaltige und verantwortungsvolle Alternative zur Neuanschaffung ist.
Die Organisation erfolgt professionell und effizient: Durch EDV-gestützte Abläufe werden Annahme, Verkauf und Abholung strukturiert gesteuert, während die persönliche Beratung sicherstellt, dass Käufer*innen die passende Ausrüstung finden.
Die Skibörse verbindet damit ökologische Verantwortung, soziale Teilhabe und wirtschaftliche Fairness in einem funktionierenden regionalen Kreislauf.

Verantwortlich: Landessportschule Ruit
Projektbeschreibung:
Die Landessportschule Ruit hat erfolgreich am Förderprogramm Klimafit Baden-Württemberg teilgenommen und wurde dafür offiziell mit einer Urkunde ausgezeichnet. Im Rahmen des rund einjährigen Programms wurden systematisch Maßnahmen entwickelt, um Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Einrichtung zu reduzieren.
Klimafit ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Es unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, einen strukturierten Einstieg in den Klimaschutz zu finden. Über Workshops, individuelle Beratung und Vernetzung werden konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Senkung von Emissionen entwickelt.
Im Rahmen der Teilnahme erstellte die Landessportschule Ruit eine umfassende Klimabilanz, etablierte entsprechende organisatorische Strukturen für den Klimaschutz und entwickelte einen Maßnahmenkatalog.
Ein zentraler Bestandteil dieses Maßnahmenpakets ist die konsequente Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technologie. Allein durch diese Maßnahme können jährlich rund 3.000 Kilogramm CO₂ eingespart werden.
Nach erfolgreichem Abschluss des Programms erhielten Sportschulleiter Mathias Bauer und WLSB-Bereichsleiter Liegenschaften Sebastian Kling im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung die Klimafit-Urkunde.
Mit der Teilnahme am Programm hat die Landessportschule Ruit einen wichtigen Schritt hin zu einer systematischen und langfristig angelegten Klimaschutzstrategie der Sportschule gemacht.

Verantwortlich: FC Kirchweiler 1925 e.V.
Projektbeschreibung:
Aus einer Idee, die 2019 auf einer Zukunftskonferenz des FC Kirchweiler 1925 e.V. entstand, entwickelte sich ein außergewöhnliches Infrastrukturprojekt mit starkem Nachhaltigkeitsfokus. Ziel war es, einen Soccercourt zu realisieren, der trotz begrenzter finanzieller Mittel hochwertige Trainings- und Begegnungsmöglichkeiten für den Verein und die gesamte Region bietet.
Da die ursprünglich kalkulierten Kosten für ein klassisches DFB-Kleinspielfeld bei rund 350.000 Euro lagen und damit für den kleinen Dorfverein mit etwa 230 Mitgliedern nicht realisierbar waren, entschied sich der FC Kirchweiler für einen alternativen Ansatz: Kreatives Upcycling, handwerkliche Eigenleistung und konsequente Wiederverwendung gebrauchter Materialien.
In nahezu vollständiger Eigenleistung entstand so eine 30 x 30 Meter große Multifunktions-Kleinspielfeld-Arena, die doppelt so groß ist wie ein klassisches DFB-Kleinspielfeld. Der Bau umfasste den Abtrag des Oberbodens, die Herstellung einer tragfähigen Tragschicht, ein durchdachtes Drainagesystem mit Anbindung an eine bestehende 10.000-Liter-Zisterne sowie die Montage von Bandensystem, Toren, Fangzäunen und einer LED-Flutlichtanlage. Lediglich die Verlegung und Verfüllung des Kunstrasens wurde aus Qualitätsgründen an eine Fachfirma vergeben.
Zentrales Element des Projekts ist die Wiederverwendung gebrauchter Materialien aus ganz Deutschland: ehemalige Indoor-Soccercourts, rund 1.000 m² gerettete Shockpads sowie Tennisnetze aus Vereinsauflösungen fanden eine neue Nutzung. Durch flexible Spielfeldmarkierungen, mobile Netzkonstruktionen und variable Toranordnungen ist die Arena vielseitig nutzbar – von Kinder- und Jugendtraining über Mannschaftstraining bis hin zu Sportangeboten für Erwachsene und Senioren.
Heute dient die Kleinspielfeld-Arena nicht nur dem FC Kirchweiler, sondern als generationenübergreifender Bewegungs- und Begegnungsraum für die gesamte Region.
Sowohl die Sportschau als auch der SWR berichteten über das Projekt des FC Kirchweiler.