Logo des Württembergischen Landessportbund e.V.

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Die Nachhaltigkeitsprojekte der Sportvereine

Sportutensilien, Merchandising und Catering

Sportutensilien, Merchandising und Catering

Volleyball quer

Verantwortlich: Volleyball-Landesverband Württemberg e.V.

Projektbeschreibung:

In Württemberg steht ab 2025 ein Ballwechsel für den Volleyballspielverkehr an, weshalb es zahlreiche Bälle geben wird, welche in unterschiedlichen Zuständen für eine Weitergabe oder Verwertung zur Verfügung stehen.

Das hat sich der Volleyball-Landesverband Württemberg zum Anlass genommen und das Projekt „Upcycling für Fairplay“ ins Leben gerufen, im Rahmen dessen die nicht mehr zugelassenen Bälle genutzt und verwertet werden sollen.

Ziel des Projekts ist es, die ausrangierten Bälle nicht ungenutzt zu lassen, sondern sie auf kreative und sinnvolle Weise weiterzuverwenden. Dabei steht der Gedanke im Mittelpunkt, Ressourcen zu schonen, Nachhaltigkeit aktiv zu leben und soziale Verantwortung zu übernehmen.

In kreativen Upcycling-Workshops entstehen aus den Bällen praktische Alltagsgegenstände. Diese finden in Zusammenarbeit mit lokalen Sozialeinrichtungen in allen Bezirken des Volleyball-Landesverbands Württemberg (VLW) statt und bringen Sportvereine, die Gesellschaft und alle Partner zusammen. So wird nicht nur Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschaffen, sondern auch der soziale Zusammenhalt gefördert.

Ergänzt wird das Angebot durch DIY- und Bauanleitungen, sodass auch außerhalb der Workshops nachhaltige Ideen umgesetzt werden können.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Weitergabe noch gut erhaltener Bälle an gemeinnützige Initiativen wie „Mein Ball – Dein Ball“ oder ähnliche Programme – mit dem Ziel, Sportbegeisterung zu fördern und Ressourcen dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden.

 

Kopie von FCIB

Verantwortlich: FC Internationale Berlin 1980 e.V.

Projektbeschreibung:

Was als studentisches Uniprojekt einer Spielerin beim FC Internationale Berlin 1980 e. V. begann, hat sich zu einem nachhaltigen Praxisansatz mit Strahlkraft entwickelt: den sogenannten _SWAP-Events. Dabei handelt es sich um professionelle Kleidertauschformate, die regelmäßig im Verein stattfinden – etwa beim Nachhaltigkeitstag, Engagementtag, bei Turnieren oder beim Zero-Waste-Spieltag. Ziel ist es, Sportkleidung möglichst lange im Nutzungskreislauf zu halten, um den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung nachhaltig zu reduzieren.

Die Kleidertausch-Events verlaufen nach einem erprobten Konzept: Mitgebrachte, gut erhaltene Sportkleidung wird bewertet, gegen Tauschgeld eingetauscht und gegen andere Kleidung gewechselt. Hinzu kommen kreative Programmpunkte wie Siebdruck-Stationen, Upcycling-Werkstätten, Buffets oder Musik, die für Gemeinschaft sorgen und den nachhaltigen Ansatz greifbar machen. Die Veranstaltungen fördern gleichzeitig Teambuilding, Engagement und das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.

Mittlerweile werden _SWAP-Events auch an anderen Orten wie Universitäten, Schulen, Unternehmen oder großen Sportveranstaltungen wie der UEFA EURO 2024 durchgeführt. Der FC Internationale gilt dabei als Pionierverein – dokumentiert unter anderem auf dem YouTube-Kanal von _SWAP-Events. Weitere Infos zu den _SWAP Events unter www.swapevents.de oder auf Instagram.

 

FCIB (1)

Verantwortlich: FC Internationale Berlin 1980 e.V.

Projektbeschreibung:

Der FC Internationale Berlin ist seit 2021 der erste nachhaltig zertifizierte Amateurfußballverein in Deutschland – und setzt mit dem Projekt „DAS TRIKOT“ neue Maßstäbe im Sport. Im Jahr 2023 initiierte der Verein eine branchenweit einzigartige, offene Ausstatter-Ausschreibung, bei der neben ökonomischen Faktoren auch sozial-ökologische Kriterien mit 30 % Gewichtung bewertet wurden – ein Novum im Breitensport.

Die Ausschreibung mündete in einer innovativen Partnerschaft mit dem Start-up runamics – der weltweit ersten Cradle-to-Cradle-zertifizierten Sportmarke – sowie dem nachhaltigen Textilhersteller HAKRO, Mitglied der Fair Wear Foundation. Gemeinsam entwickelten sie das erste Fußballtrikot, das vollständig den Cradle to Cradle Gold-Standards entspricht – ein echtes Kreislaufprodukt. Es besteht aus einem einzigen, sortenreinen Polymer (NaNea), ist frei von gesundheitsschädlichen Chemikalien wie BPA oder Antimontrioxid und ist sowohl biologisch abbaubar als auch technisch recycelbar.

Die komplett transparente Lieferkette ist ein weiterer Baustein des Projekts: Alle Produktionsschritte finden im Umkreis von 20 km in Portugal statt – von der Garnverarbeitung bis zum Stick. Das reduziert Emissionen und garantiert Kontrolle über jeden Produktionsschritt. Auch ein Rücknahmesystem für aufgetragene Trikots ist Teil des Konzepts, in Zusammenarbeit mit der Firma TURNS Faserkreislauf.

Neben ökologischer Innovation trägt „DAS TRIKOT“ auch eine starke gesellschaftliche Botschaft. Die Brust ziert der Slogan „NO RACISM“, mit dem sich der Verein seit über 25 Jahren gegen Ausgrenzung und Diskriminierung im Fußball positioniert – anstelle eines klassischen Sponsors.

Mit diesem Projekt geht der FC Internationale weit über symbolische Nachhaltigkeit hinaus: Das Trikot ist nicht nur ein funktionales Sporttextil, sondern ein Statement für nachhaltige Beschaffung, textile Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel im Sport.

 

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