
Verantwortlich: SportKultur Stuttgart e.V.
Projektbeschreibung:
Mit dem Neubau eines nachhaltigen und barrierefreien Sportvereinszentrums (SVZ) hat die SportKultur Stuttgart einen zukunftsweisenden Mittelpunkt für ihr Vereinsleben geschaffen. Ausgangspunkt war die Fusion mehrerer Vereine, wodurch zahlreiche sanierungsbedürftige und energetisch ineffiziente Sportanlagen übernommen wurden. Folglich wurden schrittweise bestehende Gebäude modernisiert, Heizungen ausgetauscht und ein Sportgelände veräußert, um die finanziellen Voraussetzungen für ein zentrales Vereinszentrum zu schaffen.
Der Bau des neuen SVZ erfolgte zwischen Juli 2024 und Oktober 2025 und konnte sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan abgeschlossen werden – eine bemerkenswerte Leistung bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung. Seit der Eröffnung im November 2025 dient das Gebäude als neuer Treffpunkt für Sport, Begegnung und Vereinsleben.
Bei Planung und Bau wurde konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt. Das Gebäude entstand in ressourcenschonender Holzhybridbauweise und wird über Wärmepumpen beheizt. Eine Photovoltaikanlage erzeugt klimafreundlichen Strom direkt auf dem Dach, sämtliche Dachflächen wurden begrünt und tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Im Innen- und Außenbereich kamen nachhaltige Materialien wie natürliche Korkböden zum Einsatz. Ergänzt wird das Konzept durch Ladepunkte für Pkw und Fahrräder sowie eine öffentlich zugängliche Calisthenics-Anlage, die auch der Bevölkerung außerhalb des Vereins offensteht.
Darüber hinaus wurde das gesamte Gebäude barrierefrei geplant und umgesetzt. So profitieren Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen von einem modernen und inklusiven Sportangebot.

Verantwortlich: TC Sulmtal e.V.
Projektbeschreibung:
Wie bei vielen Tennisvereinen sind auch beim TC Sulmtal die technischen Anlagen zur Beheizung und Warmwasserbereitung in die Jahre gekommen. Die bisherige Öl-Heizungsanlage war für den tatsächlichen Bedarf während der Tennissaison überdimensioniert und arbeitete entsprechend ineffizient.
Da Warmwasser im Vereinsheim hauptsächlich während der Freiluftsaison von Mai bis September benötigt wird, entschied sich der Verein für eine neue Lösung: Seit 2025 liefert die vereinseigene Photovoltaikanlage den Strom für die Erwärmung des Duschwassers.
Herzstück des Systems ist ein neuer 300-Liter-Warmwasserspeicher, der über zwei elektrische Heizstäbe mit jeweils 3 kW Leistung verfügt. Gesteuert wird die Anlage durch ein intelligentes Energiemanagement, das den selbst erzeugten PV-Strom gezielt für die Warmwasserbereitung nutzt. Trotz des kleineren Speichervolumens und der deutlich geringeren Heizleistung gegenüber der früheren Ölheizung steht auch an Spieltagen mit mehreren Begegnungen jederzeit ausreichend warmes Duschwasser zur Verfügung.
Zusätzlich kann die Photovoltaikanlage über den erforderlichen Internetanschluss jederzeit aus der Ferne überwacht werden.

Verantwortlich: Sportverein Steinhausen/Rottum 1931 e.V.
Projektbeschreibung:
Der SV Steinhausen verfolgt das Ziel, seine Sportanlage kontinuierlich energieeffizienter und nachhaltiger zu gestalten. Bereits im Jahr 2023 begann daher die Planung zur Erneuerung der bestehenden Flutlichtanlage und zur Umstellung auf moderne LED-Technik.
Die Umsetzung erforderte umfangreiche Vorarbeiten und Abstimmungen, unter anderem im Bereich der Baugenehmigung sowie bei der Beantragung von Fördermitteln und Bundeszuschüssen. Aufgrund dieser bürokratischen Anforderungen verzögerte sich die Realisierung des Projekts, sodass die neue Flutlichtanlage Anfang 2025 installiert und in Betrieb genommen werden konnte.
Um die Investitionskosten möglichst gering zu halten, übernahmen Vereinsmitglieder zahlreiche Arbeiten in Eigenleistung. Insbesondere das Verlegen von Kabeln sowie weitere vorbereitende Tätigkeiten wurden durch ehrenamtliches Engagement durchgeführt.
Mit der neuen LED-Flutlichtanlage verfügt der Verein nun über eine moderne, leistungsfähige und energieeffiziente Beleuchtungslösung. Neben einer deutlich verbesserten Lichtqualität profitieren Sportlerinnen und Sportler von optimalen Trainings- und Spielbedingungen bei gleichzeitig deutlich reduziertem Energieverbrauch.
Berechnungen zeigen, dass durch die Umstellung jährlich rund 5.600 kWh Strom eingespart werden können. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entspricht dies einer CO₂-Einsparung von etwa 49 Tonnen. Bereits im ersten Betriebsjahr konnten die Stromkosten um mehr als 30 Prozent reduziert werden.