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Die Nachhaltigkeitsprojekte der Sportvereine

Stadion, Sportanlage und Infrastruktur

Stadion, Sportanlage und Infrastruktur

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Verantwortlich: Sportverein Hohentengen 1948 e.V.

Projektbeschreibung:

Der SV Hohentengen verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, seine Sportanlage energieeffizient, ressourcenschonend und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Statt auf Einzelmaßnahmen zu setzen, verfolgt der Verein einen langfristigen Modernisierungskurs, bei dem ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft Hand in Hand gehen.

Ein wichtiger Meilenstein war die Erneuerung der Flutlichtanlage. Die bisherige Anlage war rund 40 Jahre alt, entsprach nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen Trainings- und Spielbetriebs und verursachte einen hohen Stromverbrauch. Nach einer umfassenden Beratung und Fördermittelakquise entschied sich der Verein 2020 für die Umrüstung auf moderne LED-Technik.

Im August 2021 wurden die neuen Flutlichtanlagen installiert und in Betrieb genommen. Im Zuge der Maßnahme mussten zudem zwei Flutlichtmasten ersetzt werden, da diese für die neue Beleuchtungstechnik nicht ausreichend dimensioniert waren. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 60.000 Euro. Durch Fördermittel von Bund, Gemeinde und WLSB konnten Zuschüsse von rund 30.000 Euro eingeworben werden.

Die Flutlichtmodernisierung ist Teil einer längeren Liste an Maßnahmen des Vereins. Bereits 2010 wurde auf dem Dach des Sportheims eine Photovoltaikanlage installiert, die jährlich 27.000 kWh Strom produziert. Somit erzeugt die Anlage bis heute deutlich mehr Strom als der Verein inklusive Vereinsgaststätte selbst verbraucht. Seit der Inbetriebnahme konnten dadurch rund 274 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Auch beim Thema Bewässerung setzt der SV Hohentengen seit über 25 Jahren auf nachhaltige Lösungen. Dank eines bestehenden Brunnenrechts werden die Sportplätze mit Grundwasser bewässert, wodurch kein wertvolles Trinkwasser eingesetzt werden muss. Das entnommene Wasser wird dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt.

Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte 2024 mit dem Anschluss der Heizungs- und Warmwasserversorgung an ein Nahwärmenetz auf Biogasbasis. Gleichzeitig wurde eine rund 30 Jahre alte Ölheizung außer Betrieb genommen. Für die kommenden Jahre plant der Verein zudem eine energetische Sanierung von Fenstern und Türen auf Grundlage einer professionellen Energieberatung.

Mit der Kombination aus erneuerbarer Energieerzeugung, effizienter Beleuchtung, nachhaltiger Bewässerung und klimafreundlicher Wärmeversorgung zeigt der SV Hohentengen, wie Sportvereine ihre Infrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger gestalten können.

 

dav

Verantwortlich: Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins e.V.

Projektbeschreibung:

Mit einer durchdachten Kombination aus Solarenergie und Dachbegrünung zeigt der DAV Tübingen, wie sich Klimaschutz, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit im Sport erfolgreich verbinden lassen.

Sportvereine stehen beim Betrieb ihrer Sportstätten zunehmend vor der Herausforderung, steigende Energiepreise, strengere gesetzliche Vorgaben und die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels miteinander zu vereinbaren. Auch die DAV-Sektion Tübingen unterhält mit dem B12 Boulderzentrum eine energieintensive Sportstätte, deren langfristiger und wirtschaftlich tragfähiger Betrieb nur durch eine nachhaltige Ausrichtung gesichert werden kann.

Kern des Vorhabens war eine doppelte Nachhaltigkeitsstrategie aus Photovoltaik und Dachbegrünung. Auf dem Hallendach wurde eine Photovoltaikanlage mit 80 kWp Leistung installiert, die primär der Eigenstromversorgung dient. Bereits im ersten Betriebsjahr konnten rund 60 MWh Strom erzeugt und der Netzstrombezug deutlich reduziert werden.

Parallel dazu wurde ein Gründach umgesetzt, das neben ökologischen Vorteilen vor allem zu einer spürbaren Abkühlung in den heißen Sommermonaten führt. In Kombination mit einem durchdachten Fenster- und Lüftungskonzept kommt man im B12 Boulderzentrum nun überwiegend ohne den Einsatz einer stromintensiven, mechanischen Lüftung und Kühlung aus.

Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen konnte das Projekt trotz begrenzter Ressourcen erfolgreich umgesetzt werden und zeigt bereits Wirkung: deutlich reduzierte Energiekosten, spürbar gestiegener Komfort für Besucherinnen, reduzierte CO₂-Emissionen und eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeit im Sektionsalltag.

 

wds

Verantwortlich: Spvgg Weil der Stadt 1861 e.V.

Projektbeschreibung:

Nach fast 20 Jahren intensiver Nutzung stand bei der Spvgg Weil der Stadt die grundlegende Sanierung des bestehenden Kunstrasenplatzes an. Der alte Belag mit Gummi-Granulatfüllung verursachte zuletzt zunehmend hohe Reparatur- und Instandhaltungskosten, weshalb sich der Verein für eine vollständige Erneuerung der Spielfläche entschied.

Im Rahmen der Modernisierung wurde ein neuer Kunstrasen installiert, der aktuellen sportfunktionalen und ökologischen Anforderungen entspricht. Besonderes Augenmerk lag dabei auf einer ressourcenschonenderen Ausführung des Platzes. Deshalb verzichtete der Verein auf klassisches Gummi-Granulat als Füllmaterial und setzte stattdessen auf eine Kombination aus Quarzsand und Kork. Dadurch soll insbesondere der Eintrag von Mikroplastik reduziert werden. Darüber hinaus verfügt der neue Kunstrasen über spezielle Eigenschaften zur verbesserten UV-Beständigkeit sowie zur Verringerung der Oberflächentemperatur bei starker Sonneneinstrahlung. 

Die ersten Erfahrungen im Trainings- und Spielbetrieb fallen durchweg positiv aus. Der neue Platz bietet sehr gute Spieleigenschaften und ermöglicht eine intensive Nutzung über das gesamte Jahr hinweg.

 

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