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Die Nachhaltigkeitsprojekte der Sportvereine

Stadion, Sportanlage und Infrastruktur

Stadion, Sportanlage und Infrastruktur

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Verantwortlich: Heilbronner Rudergesellschaft „Schwaben“ e.V.

Projektbeschreibung:

Mit dem Neubau ihres Bootshauses zwischen 2021 und 2023 hat die Heilbronner Rudergesellschaft „Schwaben“ eine Sportstätte geschaffen, bei der Nachhaltigkeitsaspekte von Beginn an in Planung, Bau und Betrieb berücksichtigt wurden. Ziel war es, ein funktionales Vereinsgebäude mit einem möglichst energieeffizienten und ressourcenschonenden Konzept zu verbinden.

Bereits die Bauweise trägt dazu bei, Ressourcen und Emissionen einzusparen. Das Gebäude wurde überwiegend in Holzständerbauweise errichtet und bewusst ohne betonierten Keller geplant. Der hohe Holzanteil reduziert den Einsatz emissionsintensiver Baustoffe. Der beheizte Gebäudeteil erfüllt den KfW-40-Standard, während die Bootshalle als unbeheizte Kalthalle ausgeführt ist. Ergänzt wird das Gebäude durch eine Dachbegrünung, die sich positiv auf Wärmedämmung und Mikroklima auswirkt. Für die architektonische Qualität wurde das Bootshaus mit dem Hugo-Häring-Preis ausgezeichnet.

Auch im laufenden Betrieb setzt die Rudergesellschaft auf eine nachhaltige Energieversorgung. Eine Photovoltaikanlage mit 30 kWp Leistung erzeugt gemeinsam mit Batteriespeicher und Wärmepumpe einen großen Teil des benötigten Stroms vor Ort. Im Jahr 2025 wurden rund 28.750 kWh Strom selbst erzeugt. Bei einem Gesamtenergieverbrauch von 36.823 kWh entsprach dies einem Anteil von rund 78 Prozent aus eigener Erzeugung. Weitere Maßnahmen wie LED-Beleuchtung und energieeffiziente Heißluft-Händetrockner anstelle von Einwegpapier reduzieren den Ressourcen- und Energieverbrauch zusätzlich.

Auch nachhaltige Mobilität und gesellschaftliches Engagement sind Teil des Gesamtkonzepts. Für Mitglieder stehen Wallboxen zur Verfügung, das Gelände ist gut an das Heilbronner Radnetz angebunden und bietet sichere Fahrradabstellmöglichkeiten. Darüber hinaus engagiert sich der Verein mit Ruder-AGs in Kooperation mit Schulen für Bewegung und Nachwuchsförderung.

Für die Zukunft plant die Rudergesellschaft weitere Schritte. Dazu gehören die Prüfung eines elektrisch betriebenen Motorbootes, das mit selbst erzeugtem Solarstrom geladen werden könnte, eine mögliche Ergänzung der Energieversorgung durch Solarthermie sowie die Einrichtung eines Bienenstands auf dem Gründach. Das nachhaltige Bootshaus zeigt damit, wie Sportvereine ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte bei einem Neubau langfristig miteinander verbinden können.

 

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Verantwortlich: SportKultur Stuttgart e.V.

Projektbeschreibung:

Mit dem Neubau eines nachhaltigen und barrierefreien Sportvereinszentrums (SVZ) hat die SportKultur Stuttgart einen zukunftsweisenden Mittelpunkt für ihr Vereinsleben geschaffen. Ausgangspunkt war die Fusion mehrerer Vereine, wodurch zahlreiche sanierungsbedürftige und energetisch ineffiziente Sportanlagen übernommen wurden. Folglich wurden schrittweise bestehende Gebäude modernisiert, Heizungen ausgetauscht und ein Sportgelände veräußert, um die finanziellen Voraussetzungen für ein zentrales Vereinszentrum zu schaffen.

Der Bau des neuen SVZ erfolgte zwischen Juli 2024 und Oktober 2025 und konnte sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan abgeschlossen werden – eine bemerkenswerte Leistung bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung. Seit der Eröffnung im November 2025 dient das Gebäude als neuer Treffpunkt für Sport, Begegnung und Vereinsleben.

Bei Planung und Bau wurde konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt. Das Gebäude entstand in ressourcenschonender Holzhybridbauweise und wird über Wärmepumpen beheizt. Eine Photovoltaikanlage erzeugt klimafreundlichen Strom direkt auf dem Dach, sämtliche Dachflächen wurden begrünt und tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Im Innen- und Außenbereich kamen nachhaltige Materialien wie natürliche Korkböden zum Einsatz. Ergänzt wird das Konzept durch Ladepunkte für Pkw und Fahrräder sowie eine öffentlich zugängliche Calisthenics-Anlage, die auch der Bevölkerung außerhalb des Vereins offensteht.

Darüber hinaus wurde das gesamte Gebäude barrierefrei geplant und umgesetzt. So profitieren Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen von einem modernen und inklusiven Sportangebot.

 

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Verantwortlich: TC Sulmtal e.V.

Projektbeschreibung:

Wie bei vielen Tennisvereinen sind auch beim TC Sulmtal die technischen Anlagen zur Beheizung und Warmwasserbereitung in die Jahre gekommen. Die bisherige Öl-Heizungsanlage war für den tatsächlichen Bedarf während der Tennissaison überdimensioniert und arbeitete entsprechend ineffizient.

Da Warmwasser im Vereinsheim hauptsächlich während der Freiluftsaison von Mai bis September benötigt wird, entschied sich der Verein für eine neue Lösung: Seit 2025 liefert die vereinseigene Photovoltaikanlage den Strom für die Erwärmung des Duschwassers.

Herzstück des Systems ist ein neuer 300-Liter-Warmwasserspeicher, der über zwei elektrische Heizstäbe mit jeweils 3 kW Leistung verfügt. Gesteuert wird die Anlage durch ein intelligentes Energiemanagement, das den selbst erzeugten PV-Strom gezielt für die Warmwasserbereitung nutzt. Trotz des kleineren Speichervolumens und der deutlich geringeren Heizleistung gegenüber der früheren Ölheizung steht auch an Spieltagen mit mehreren Begegnungen jederzeit ausreichend warmes Duschwasser zur Verfügung.

Zusätzlich kann die Photovoltaikanlage über den erforderlichen Internetanschluss jederzeit aus der Ferne überwacht werden.

 

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